Kunst und Trödel

 


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Alt 19.11.2019, 00:26   #1
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Ort: Holzhauisen
Beiträge: 13
Standard jede Menge Bleikristall aus Nachlass

Hallo zusammen,
ich hoffe ich bin mit meinem Anliegen in der richtigen Rubrik.
Ich habe soviel Bleikristall geerbt.
Insgesamt an die 80 Teile bestehend aus Bonbonieren/Schalen, Kerzenständern, Vasen und Gläsern.
Sie hat es wirklich gern gesammelt.
Leider habe ich keine Ahnung welche Marke oder welchen Wert.
Wer kann mir helfen!
Hier nur mal eine kleine Auswahl.
Aufgrund der Masse hab ich einen Dropboxordner erstellt, den ich jederzeit freigeben kann!
Ich wäre für Hilfe wirklich sehr dankbar.

VG
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IMG_20191116_235800.jpg   IMG_20191117_002036.jpg   IMG_20191117_223239.jpg   IMG_20191116_233213.jpg   IMG_20191117_002547.jpg  

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Kunst ist ein kompliziertes Phänomen.
W. Kandinsky
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Alt 20.11.2019, 21:49   #2
Numis-Student
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Hallo,

soweit ich das sehe, hast Du bei den meisten Teilen doch noch die Etiketten, die Dir alles zu den Herstellerfirmen verraten.

Nach den Fotos zu urteilen ist es aber wohl überwiegend modernes Glas aus der Zeit nach 1950/1960, was jetzt häufig vererbt wird, was aber nicht mehr modern und gefragt ist.

Ich würde den Wert jeweils im einstelligen bis niedrigen zweistelligen Wert sehen.

Warte aber zur Sicherheit weitere Antworten ab.
__________________
Schöne Grüße,
MR
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Alt 21.11.2019, 11:10   #3
Winfried
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Liebe Marisa,

Numis hat Dir schon das mitgeteilt, was ich Dir auch sagen werde: Du hast da schöne Bleikristallteile aus der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts geerbt. Das war alles einmal sehr kostspielig und gehörte zu einem "gehobenen Haushalt"

Das Kristall wurde oft im Hinblick darauf erworben, was die Nachbar sagen. Benutzt wurden eigentlich nur die Vasen, das Tischkristall wurde meist nicht benutzt, da man Angst hatte, etwas könne beschädigt werden. Und so stand der ganze Kristallpalast gut sichtbar für alle Besucher in oder auf der Kredenz und wurde eigentlich nur abgestaubt.

Damit auch die Nachbarn sahen, was man sich leisten konnte, wurden die schrecklichen Goldetiketten mit Herstellernamen meist auf den Weinglasfüssen gelassen, so in Deinem Falle ja auch. Sie wurden nur entfernt, wenn sich wegen Mangel an Barem die Hausfrau entschlossen hatte, auch Kristall aus Ostzonen-Fertigung hinzustellen. (das wurde über Quelle, Neckermann und Co. vertrieben, allerdings wurde solches Kristallglas auch in Bodenmais/Bayrischer Wald umgelabelt und als westdeutsches Produkt angeboten. Natürlich noch vor der Wende) "Glashütte Olbernhau" wurde natürlich weggekratzt.

Heute ist der ganze Kristallplunder mehr oder weniger dramatisch wertreduziert, wie Numis schon sagt, auf wenige Euronen im ein- oder niedrigen zweistelligen Bereich. Sind es sehr aufwändige Produkte, kann es auch schon einmal etwas mehr sein. Die schrecklichen Farb-Römer sind heute völlig unbeliebt, man will in formreduzierten und weinspezifisch optimierten, hauchdünnen Gläsern bester Glashütten die Farbe des Weines studieren und seine "Nase" überprüfen. Da stören Rot Blau Grün und Ocker nur.

Allerdings sind diese Bleikristallerzeugnisse hübsch anzusehen, wenn das Sonnenlicht sich darin fängt und wegen des hohen Bleianteils sich in den Glas-Prismen farblich herrlich zerlegt. Und so stellt sich die Frage, muss das alles weg, oder lohnt sich das Warten auf bessere Zeiten für Kristall. Ich weiß es leider nicht.
__________________
Liebe Grüße - Winfried



Das Bildchen zeigt ein Raerener Narrenpfeifchen des 16. Jahrhunderts aus Steinzeug

Meine Wertbestimmungen und sonstigen Aussagen erfolgen nach bestem Wissen. Sie sind jedoch ohne Gewähr.
Winfried ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.11.2019, 10:44   #4
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Ort: Holzhauisen
Beiträge: 13
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Lieber Numis und Winfried,
vielen Dank für eure Nachrichten.
Jetzt hab ich nen Anhaltspunkt. Ich muss einen Teil verkaufen, da ich nicht den Lagerplatz habe um alles aufzubewahren.
Ich wünsch euch einen schönen Tag.

Liebe Grüße
Marisa
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W. Kandinsky
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