Kunst und Trödel

 


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Alt 14.11.2016, 21:11   #1
johannes
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Lächeln Salvador Dali - Shakespeare.

Hallo liebe Community, ich hoffe ihr könnt mir helfen Informationen zu diesem Werk zusammenzutragen.

Ich habe es mal von meiner Großmutter geschenkt bekommen, es war vor vielen Jahren mal ein Geschenk an meinen Großvater. Meine Mutter hat es in einer Galerie in Düsseldorf erworben. Sie sagt es sei ein echter Dali. (...er wurde als "echt" gekauft, seine "Echtheit" bezweifle ich allerdings)

1) Ich wundere mich, dass es nicht nummeriert ist - könnte es sein, dass es sich um eine Fälschung handelt?

2) Was ist so eine Lithographie heute ca. wert?

3) Kann man was gegen die Stockflecken tun? Oder sollte man es besser so lassen wie es ist?

Vielen Dank für eure Mühen
Lieben Gruß
johannes
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Geändert von johannes (14.11.2016 um 21:18 Uhr)
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Alt 15.11.2016, 10:52   #2
Winfried
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Hallo johannes,

ein herzliches Willkommen aus dem kalten und regnerischen Rhein-Sieg-Kreis.
Willkommen bei uns im KuT!

Danke für Deine Frage zu dem Dali. Das Bild ist bekannt und die Unterschrift wird echt sein. Ob nun das Blatt erst bedruckt und dann unterschrieben wurde, oder umgekehrt, das kann ich nicht sagen.
1965 hatte Dali angefangen zigtausende Blankoblätter zu signieren und hatte damit einen Fälschungsskandal heraufbeschworen, der heute noch den Kunstmarkt verunsichert.
Dein Blatt würde (bei garantierter Echtheit) heute noch wahrscheinlich um 1700 Eu. im Handel kosten.
Schau mal hier:

http://www.fils-fine-arts.de/shop/de...er/d/dali.html

Zu der Fälschungsproblematik (unter Anderem) gibt es ein Werk von Christiane Weidemann: Salvador Dalí. Prestel Verlag, München 2007, ISBN 978-3-7913-3815-6 (Reihe LIVING ART)

Ich selbst habe auch noch aus den Siebzigern 2 oder 3 Dalis, ähnlich zu Deinem, leider auch inzwischen mit Stockflecken. Ich werde sie nicht beseitigen, denn ich habe jeglichen Spaß an diesen Bildern verloren, als die Fälschungen bekannt wurden. (Kaufmann von Venedig, King Lear usw.)
Vielleicht würde man die Stockflechen mit Wasserstoffsuperoxid herausbleichen können, aber frage da um Himmels Willen einen Fachmann.

Hier noch ein Link zu einem Artikel, wo auch zu den Fälschungen ausgesagt wird.

Ich glaube, (und das tue ich eigentlich nur Sonntags in der Kirche), dass Dein Dali echt ist. Die Stockflecken schmälern bestimmt den Preis und ob Dali heute noch gut in der Gunst der Sammler steht, weiß ich auch nicht so recht. Bei Ebäh werden genügend Lithografien angeboten....von - bis.

Warten wir, was die Freunde zu Deiner Frage zu sagen haben.
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Liebe Grüße - Winfried



Das Bildchen zeigt ein Raerener Narrenpfeifchen des 16. Jahrhunderts aus Steinzeug

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Alt 15.11.2016, 18:19   #3
johannes
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Hallo Winfried,
danke für Deine schnelle Antwort! Jetzt habe ich schonmal einen Ansatzpunkt und das hilft mir sehr. Ich werde mir mal das Buch von C. Weidemann zu Gemüte führen.

Du schriebst von einem zweiten Link, indem es auch um Fälschungen gehen soll - ich glaube du hast vergessen den Link mitzuschicken. Wäre Dir sehr dankbar, wenn du den noch nachreichen könntest.

Nach dem Preis frage ich des allgemeinen Interesses halber. Habe nicht vor Ihn zu verkaufen, aber bei dem (niedrigen) Preis brauche ich ja keine besonderen Vorsichtsmaßnahmen treffen... Das Bild hängt jetzt bei mir an der Wand (nachdem es 30Jahre bei Opa im Keller lag) und ich hatte mal gehört, dass man Lithographien nicht längerfristig dem Tageslicht aussetzen soll. (stimmt das überhaupt?)

Ich hoffe, dass ich in den nächsten Tagen noch den ein oder anderen Dali-Kenner hinter dem Ofen hervorlocken kann, der vielleicht noch etwas hinzufügen kann
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Alt 15.11.2016, 18:28   #4
johannes
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Standard Was hat es mit dem E.A. auf sich?

Laut Wikipedia bezeichnet E.A.:

Zitat:
Einige Drucke (maximal 10 Prozent der Auflage) werden mit „E.A.“ oder „Epreuve d’artiste“ gekennzeichnet. Dies sind so genannte Künstlerdrucke, die außerhalb der verkauften Auflage vorweg für den Künstler selbst gedruckt werden. Seriös ist es, wenn ein Künstler auch diese Serie nummeriert.
Das würde ja bedeuten, dass mein Exemplar zu einer seltenen Auflage gehören würde ? !

Warum ist es nicht nummeriert? Ist das typisch für Dali?

Weis jemand wie groß die Gesamtauflage von dem Bild Shakespeare gewesen ist? Bzw. wie viele Exemplare damals mit "E.A." gekennzeichnet wurden?
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Alt 16.11.2016, 23:14   #5
Winfried
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Pardon!

Hier, lieber johannes:

http://www.abendblatt.de/kultur-live...Faelschen.html

oder:

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-17483343.html

Die Dalis sind nicht durchnummeriert, ich glaube, da ist damals reichlich geschlampt worden und keiner traute sich von den Galeristen damals den hochmögenden großen Meister auf solche Kinkerlitzchen hinzuweisen. In den 70igern und 80igern wurden Dalis, Miros und Fuchs in riesigen Mengen auf die Märkte geworfen. Damals war noch viel Geld im Umlauf und die Galeristen verdienten auf den Kunstmessen und in ihren Läden wie blöde. Auch mit Chagalls wurde der Markt überschwemmt. Sie wurden aus den Mourlot Büchern herausgetrennt und galten auch ohne Unterschrift als echte Chagalls. Was für Zeiten damals. Heute hat man sich an den Bildern leidgesehen. (Ich zumindest)
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Alt 23.11.2016, 17:59   #6
johannes
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Winfried, ich möchte ja nicht gemein sein, aber kennst du noch ein anderes Kunstforum, das du empfehlen kannst? Ich würde nämlich gerne noch andere Meinungen dazu hören und hier ist ja leider nicht soooooo unbedingt viel los....

Vielen Dank
Lieben Gruß

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Alt 23.11.2016, 18:21   #7
Dreiwirbel
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Ja mein lieber Johannes , im Moment hängt die Welt auf Facebook. Du kannst das da auch mal zeigen, aber es wird das Selbe gesagt werden wie hier...oder im Echtheitsfalle eher nicht, da wird nur ein Agebot abgegeben, an den vorher systematisch verunsicherten Kunden. Winfired ist aber Kunstkenner, der auch Kunst im 5-stelligen Bereich erwirbt und somit in der Lage ist , den Marktwert des Blattes richtig einzuschätzen. Wenn auf dem Blatt epreuve steht. hat es Dali als Eigenprodukt anerkannt und du solltest es ruhig drüben auf Facebook mal mit 1200.-€ probieren, runter kannst du immer noch gehen. Melde dich auf facebook im " ANTIK und Pozellantreff " an; Da kannst du deinen Dali anbieten Du lässt das Blatt erst schätzen und gibst es danach zum Verkauf frei
__________________
In Hessen ist der Dativ dem Genitiv sein Tod

Geändert von Dreiwirbel (23.11.2016 um 18:28 Uhr)
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Alt 25.11.2016, 18:03   #8
johannes
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Der Wert des Bildes interessiert mich, aber ist nicht das wichtigste, da ich das bild nicht verkaufen möchte...

1) Mich interessiert z.B. noch wie groß die Auflage mit E.A. ist
2) Wie hoch die Auflage von dem Shakespeare Bild insgesamt ist

(Natürlich die offiziellen legitimierten Drucke, keine Angaben zu illegalen Nachdrucken)

3) In welchem Land (weltweit) sind Dalis am beliebtesten und werden am höchsten gehandelt?

Geändert von johannes (25.11.2016 um 18:05 Uhr)
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Alt 26.11.2016, 13:05   #9
Winfried
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Hallo jahannes,

leider stimmt, was Dreiwirbel sagt, bezüglich der Foren und facebook.
Ich selbst schaue bei facebook auch hin und wieder rein und bin über
die die Qualität der Ansagen dort sehr verunsichert (um es
gelinde auszudrücken. Vor wenigen Wochen wurde dort jemand
ohne Ahnung von Spezialisten nach allen Regeln der Kunst über
den Tisch gezogen. Einige Schreiberlinge machten "in Absprache mit
dem Chef" den Kunstgegenstand schlecht, sodass dieser für ein
"Appel und Ei" verkauft wurde. Ein tolles Geschäft für den "Chef")

Nun noch einmal zu Deinem Dali. Als "E,A." (Epreuve d’artiste)
bezeichnete Blätter standen dem Künstler zur freien Verfügung.
Einige wenige Drucke bei kleinen Auflagen sind so bezeichnet,
bei großen Auflagen sind es bis zu 10% der Gesamtauflage die
als E.A. bezeichnet werden können. Nach der Ferstigstellung der
Gesamtauflage ist es Usus die Druckplatten zu vernichten.
Das geschieht oft mit einigen tief geschnittenen Linien/Kreuzen in
die Druckplatte. Wird das nicht gemacht, können später weitere
Abzüge (auch in unredlicher Absicht) angefertigt werden. Ob bei Dali so etwas
passierte, oder nicht, wer weiß........der ist ja schon seit geraumer
Zeit verblichen, und die Drucker halten sich auch bedeckt. Und wer
weiß schon genau, wieviele Drucke einer Platte wirklich im Umlauf sind.

Dali war in den 60 - 70 iger Jahren ein "Muss" z.B. für den
arrivierten "Herrn Doktor Nouveau riche" Die Firma "Artes" gab dicke
und wertige Bücher mit Abbildungen der "Originale" heraus,
die verfügbar waren. Diese Kataloge waren DAS "Who's Who"
der zeitgemäßen, damaligen Kunstszene. Da deckte sich der Herr
Doktor mit dem ein, was unbedingt im Wohnzimmer zu hängen
hatte.
D.h. Dalis, Miros usw. wurden in unendlicher Menge benötigt und
waren schneller verkauft, wie eingekauft. Die Galerien feierten
damals fröhliche Urständ.
Heute ist der ganze Hype so ziemlich vorbei, Die "Dökters" wurden
durch die gefühlten 300 Gesundheitsreformen rasiert und mussten
ein ganz klein wenig kürzer treten. Artes jedoch hat überlebt und
bietet weiterhin originale Kunst zum adäquaten Preis an:

http://www.kunsthaus-artes.de/on/dem...FcsW0wodkmsD3Q

Wie hoch nun die "bekannte" Auflage Deines Dalis war, ich weiß es
nicht. Ich habe aber auch keine Lust, und Du magst mir bitte
verzeihen, noch Literatur zu erwerben, wo vielleicht zu diesem
Werk Bezug genommen wird. Eine Galerie, die mit Dali handelt,
ist da wissensmäßig besser aufgestellt. Dort würde ich einmal
vorsichtig nachfragen.
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Liebe Grüße - Winfried



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dali, lithographie, salvador dali, shakespeare

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