Kunst und Trödel

 


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Alt 07.07.2013, 20:15   #1
Luci Fernatas
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Standard Schmuck der 20er und 30er Jahre (Art Déco)

Schmuck des Art Déco

Art Déco bezeichnet eine Bewegung in der Designgeschichte, die von circa 1920 bis 1940 reicht und sich an die Bewegung des Jugendstils anschließt. Dabei gilt, wie in jeder anderen Designepoche auch, zu beachten, dass nicht jedes in dieser Zeit geschaffene Schmuckstück automatisch dem Art Déco zuzuordnen ist!
Der Begriff Art Déco stammt aus dem Französischen und ist die Abkürzung für „arts décoratifs“.

Es ist schwer, Gegenständen des Art Déco bestimmte charakteristische Merkmale zuzuordnen. Man könnte eher von einer gemeinsamen Denkweise oder einem gemeinsamen Zukunftsbild sprechen, ist diese Epoche doch Ausdruck des Aufbruchs in die Moderne. Als weitere Merkmale könnte man anführen:
- Eleganz der Form
- Stärke der Farben
- klare Linien und Reduzierung
- hohe handwerkliche Kunstfertigkeit/ gute qualitative Ausführung
- starke Beeinflussung durch industrielle Bearbeitungsprozesse
- stilisierte und flächige Darstellung floraler und organischer Motive
Dadurch ist der plakative und moderner Eindruck von dieser Epoche entstanden.

Ursprünge und Strömungen des Art Déco:
1903: Gründung der Wiener Werkstätte. Diese wurde beeinflusst durch die geradlinigen Formen des englischen und schottischen Jugendstils
1925: Pariser Ausstellung unter dem Namen „Exposition internationale des Arts Décoratifs et industriels modernes“ (Diese Ausstellung sollte ursprünglich schon 1915 stattfinden.)
Später: Ausbreitung in den USA

Hier im Thread möchte ich den Schwerpunkt auf einfache Schmuckstücke des Art Déco legen. Es sind Schmuckstücke aus Silber, Messing oder ähnlichen Edelmetallen wie sie vom „gemeinen Volk“ erworben und getragen wurden. Der (neue) Threadtitel ist bewusst dem Buchtitel von Christianne Webers Standardwerk entlehnt und soll als vorrangige Quellenangabe dienen.
Allerdings soll hier keine alphabetische oder chronologische Reihenfolge entstehen!

Geändert von Luci Fernatas (08.02.2015 um 19:19 Uhr)
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Alt 07.07.2013, 20:18   #2
Luci Fernatas
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Beginnen wir mit 2 Broschen von Fritz Knoch aus Erfurt:

Die runde Brosche (Silber 9009 dürfte aus der Zeit um 1925 stammen. So zumindest wurden fast identische Schmuckstücke auf diversen Auktionen datiert.
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100_0147x.jpg   100_0149.jpg   DSC08246.jpg   DSC08248.jpg  
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Alt 07.07.2013, 20:21   #3
Luci Fernatas
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Und weiter geht es:
Schmuck "im Stil von" Fritz Knoch. Die Stücke sind unsigniert und darum kann ich über den Hersteller nur mutmaßen. Der Anhänger dürfte aber mit ziemlicher Sicherheit von Knoch sein.
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100_5470.jpg   100_5471.jpg   DSC02916.jpg   DSC02919.jpg   DSC02920.jpg  

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Alt 07.07.2013, 20:23   #4
Luci Fernatas
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Albert Kahlbrandt aus Hamburg.

Infos von meiner Homepage:
Messing spielte vor und während des 1. Weltkrieges in Deutschland in Kreisen "alternativer", reformbewusster Goldschmiede, Gürtler und Entwerfer eine bedeutende Rolle. Frühe Messingbroschen aus der Zeit um 1912 sind auch von Karl Schmidt-Rottluff bekannt. Das Deutsche Warenbuch plädierte in seiner Einleitung zum Abschnitt "Vom Schmucke" (Kriegsausgabe, 1915) dafür, billige Nachahmungen von Schmuckstücken zu vermeiden, stattdessen nur "echte Materialien zu wählen" und "das weniger Wertvolle durch künstlerische Arbeit zu veredeln" (S. XXXIX).

Die Kunstzeitschrift Kunst und Handwerk stellte in ihrer Ausgabe von 1912/13 (63. Jh., S. 386-88) einige in Messing und Silber getriebene Gürtelschließen und Broschen Albert Kahlbrandts vor. Zur Ornamentik der vorwiegend runden Broschen heißt es, diese sei "im Wesentlichen mittels eigens geschnittener Stahlstempel hervorgebracht" (S. 388).



Quelle: Chadour, Anna Beatriz; Joppien, Rüdiger; Kunstgewerbemuseum der Stadt Köln (Hrsg.): Katgaloge des Kunsgewerbemuseums Köln. Band X. SCHMUCK I. Köln, 1985.

Foto 3: Neben der Kahlbrandt-Brosche ist noch eine unsignierte Brosche eines anderen Künstlers dieser Zeit.
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DSC01240 (2).jpg   DSC01244 (2).jpg   DSC01253.jpg  
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Alt 07.07.2013, 20:24   #5
Luci Fernatas
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Albert Kahlbrandt 2 und 3:
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DSC08346.jpg   DSC08349.jpg   b362.jpg  
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Alt 07.07.2013, 20:39   #6
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Und weitere Broschen dieser Art:
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DSC04180.jpg   DSC04184.jpg   DSC04193.jpg  
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Alt 07.07.2013, 20:41   #7
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EM:
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Zwischenablage01.jpg   2.jpg  
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Alt 07.07.2013, 20:42   #8
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Stabbrosche mit Sägearbeit von Hemkes:
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DSC06104.jpg   DSC06109.jpg   DSC06111.jpg  
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Alt 07.07.2013, 20:45   #9
Luci Fernatas
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Walter Gillwald, Stuttgart:
Walter Gillwald hat offenbar vor allem Gebrauchsgegenstände wie Schalen oder Schreibtischaufbewahrungen hergestellt. Weitere Informationen habe ich bisher nicht in Erfahrung gebracht.
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DSC02754.jpg   DSC02756.jpg  
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Alt 07.07.2013, 20:50   #10
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H. Badouin:
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DSC08235.jpg   DSC08242.jpg  
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