Kunst und Trödel

 


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Alt 08.05.2018, 22:26   #1
Andy
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Standard Elektrische Zeichengarnitur

Hallo,

habe diese elektrische Zeichengarnitur Nr. 480 G von der Fa. Greif in Goslar. Im Internet habe ich nichts über dieses Zeichengerät finden können. Mich würde interessieren ob ich mit der Datierung 1950er Jahre richtig liege, und für was sie benutzt wurde, da ja scheinbar nur auf besonderer Schablone "geschrieben" werden konnte. Ein Wert dieses Gerätes würde mich ebenfalls interessieren. Es scheint soweit vollständig zu sein bis auf die Verschlusskappe des elektrischen Stiftes und dem "Schablonenstraffer" laut Bedienungsanlage.

Andy
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Alt 08.05.2018, 23:46   #2
Winfried
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Leider noch nie von gehört, geschweige gesehen. Aber ein interessanter Gegenstand, lieber Andy.
__________________
Liebe Grüße - Winfried



Das Bildchen zeigt ein Raerener Narrenpfeifchen des 16. Jahrhunderts aus Steinzeug

Meine Wertbestimmungen und sonstigen Aussagen erfolgen nach bestem Wissen. Sie sind jedoch ohne Gewähr.
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Alt 09.05.2018, 00:24   #3
Gratian
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Zur Firma Greif:

1902 von Carl Bruer als "Deutsche Bürobedarfsgesellschaft Carl Bruer & Co." gegründet

1917 Umbenennung in Greif Werke

1920 Beschäftigt Bruer über 300 Menschen und gehört damit zu den großen in der Branche

1922 wurde die Füllhalterfabrikation aufgenommen

1929 Umwandlung in eine AG

1965 kauft Pelikan die Greif-Werke

1985 Zusammenschluss mit Pelikan


50iger Jahre passt. Hier ein Auszug aus einer Greif Preisliste aus 1957 mit dem hier vorgestellten Produkt (480G) und ein link zu einer Goslarer Greif-Fan-Community mit vielen interessanten Infos zur Firma und den Produkten, wo du vielleicht Deinen Flohmarktfund anbieten kannst:

http://www.goslarer-geschichten.de/s...-Co-quot/page3
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Greif.jpg  
__________________
Mit besten Sammlergrüßen

Gratian

Geändert von Gratian (09.05.2018 um 00:32 Uhr)
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Alt 10.05.2018, 10:08   #4
Andy
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Vielen Dank für diese Informationen Gratian.
Die Verwendung dieses Gerätes ist mir allerdings immer noch nicht klar.
Für was wurde so etwas überhaupt benutzt.

Viele Grüße

Andy
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Alt 10.05.2018, 11:45   #5
Res
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Hallo Andy,
das reizt mich so sehr, dass ich Kontakt mit dem Stadtarchiv in Goslar
aufgenommen habe. Hoffe auf eine Antwort bzw. sogar auf eine Anleitung
des Gerätes, da das Archiv ja nun alle Geschäftsunterlagen der Firma Greif
übernommen hat. Größere Objekte sind im Stadtmuseum zu besichtigen.
Auch da kann man für weiteres Kontakt aufnehmen.
__________________
Wer Spass an Vintageartikel hat, schaut mal in meinem Shop vorbei.
De gustibus non est disputandum.
In dem Sinne schöne Grüße von

Matthias
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Alt 10.05.2018, 12:23   #6
Winfried
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Ich bin gespannt, liebe Freunde!

Auch nach längerer Betrachtung kann ich mir immer noch nicht vorstellen, warum der Schreiber einen elektrischen Anschluss hat. Wurde darin feste Tinte durch Wärme verflüssigt? Wurde im Griff eine Lampe damit angeschaltet? War im Griff ein elektrischer Kreisel, der bei Zittern den Stift ruhig hielt? Fragen über Fragen...ich bin wirklich gespannt.
__________________
Liebe Grüße - Winfried



Das Bildchen zeigt ein Raerener Narrenpfeifchen des 16. Jahrhunderts aus Steinzeug

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Alt 10.05.2018, 18:50   #7
Andy
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Hier die dazugehörige Bedienungsanleitung

Andy
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Geändert von Andy (10.05.2018 um 19:00 Uhr)
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Alt 10.05.2018, 22:38   #8
Winfried
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Danke Andy,

sehr interessant. Es wäre nun mal auzuprobieren, wie der Stift zeichnet. Wenn ich das richtig verstehe, vibriert die Schreibnadel auf und ab, und die Linien werden mit Hilfe des Kohlepapieres erzeugt. Oder?
__________________
Liebe Grüße - Winfried



Das Bildchen zeigt ein Raerener Narrenpfeifchen des 16. Jahrhunderts aus Steinzeug

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